Virtueller Gesundheits-Zwilling

FRAGESTELLUNG

Für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem gilt es innovative Prozesse anzustoßen, zu begleiten und einen Diskussionsprozess zu moderieren, um Akzeptanz und Implementierung vorzubereiten. In diesem Zusammenhang gilt es ebenfalls zu klären, was sich verändert, wenn zukünftig durch den „Kollegen Computer“ ein weiteres Element im Gesundheitssystem hinzukommt. Können Pflege- und Betreuungsleistungen durch virtuelle Assistenz-Technologien verbessert und auf ihre Wirksamkeit analysiert werden? Diese und verwandte Grundfragen werden im  Projekt bearbeitet, wobei davon ausgegangen wird, dass letztgültige Entscheidungen immer durch einen Menschen getroffen werden, unabhängig davon, wie gut eine Simulation am Computer auch sein mag.

VIRTUELLE SIMULATION DES MENSCHEN

Die Vision einer „virtuellen Simulation des Menschen“ ist von großen Hoffnung und Erwartungen getragen, sie ist jedoch gleichzeitig eine Projektionsfläche für Ängste und Sorgen, die sich als Widerstand und Ablehnung gegenüber hochinnovativen Technologien manifestieren können. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Akzeptanz der Implementierung von Gesundheits-Avataren in der klinischen Praxis und der häuslichen Versorgung. Das vorliegende Projekt stellt diese Fragen daher ins Zentrum der Auseinandersetzung, weil darin ein wesentlicher Eckpfeiler der Entwicklung einer konstruktiven Innovationsstrategie im kontroversiellen Feld der zukünftigen Gestaltung medizinischer Versorgungssysteme gesehen wird.